Feuerstätterkopf

(Achtung: Momentan ist die Google-Earth-Kartendarstellung der Route deaktiviert)

Gebiet Bregenzerwald (Österreich)
Startpunkt Sibratsgfäll
höchster Punkt 1600 m
Gesamtanstieg ca. 1000 Höhenmeter
Gesamtstrecke 6:00 h
Anspruch einfach (T2, Bergwandern)
Datum 15.04.2007 (So.)
Route Sibratsgfäll Hocheggalpe Lustenauer Riesalpe Sättele (Feuerstätterkopf: 1645 m) Neuburgalpe Hocheggalpe Sibratsgfäll

 

 

Bild 1:

Der Feuerstätterkopf im Bregenzerwald ist diesmal unser bescheidenes Ziel. Nur etwas über 1600 m hoch, ist er ein idealer Gipfel für den Vorfrühling. Dennoch muss man im April noch mit Schneeresten rechnen, insbesondere an schattigen Nordhängen, wie ich aus leidvoller Erfahrung bei zwei gescheiterten Besteigungen dieses Gipfels weiß.

Startpunkt für die Tour ist diesmal die Kirche von Sibratsgfäll.

Blick nach Südwesten Richtung Winterstaude.

 

Bild 2:

Schnell gewinnen wir auf einem Landwirtschaftsweg an Höhe.

Kirche von Sibratsgfäll und Winterstaude

 

Bild 3:

Winterstaude im Fokus

 

Bild 4:

Nach einer halben Stunde Gehzeit verlassen wir den Landwirtschaftweg und steigen über einen Wiesenpfad steil hinauf zur Hocheggalpe.

Bald wird ein Teil der Narben sichtbar, die ein riesiger Bergrutsch (langdauernde intensive Regenfälle ließen die obere Erdschicht im Zeitlupentempo zu Tal gleiten) hinterlassen hat.

Bei dieser Kapelle wird die Rutschung, durch die auch manche Almen in Schräglage gerieten, auch mit bloßem Auge sichtbar.

Im Hintergrund der Diedamskopf

 

Bild 5:

Weiter geht es steil, aber immer noch über den gut ausgebauten Landwirstschaftsweg.

 

Bild 6:

Die vielen Kehren verleiten geradezu, Abkürzungen durch die Wiesen zu suchen. Schlüsselblumen und Sumpfdotterblumen sind hier neben den Märzenbechern die ersten Frühlingsboten.

Auch Amphibien sind bereits aus dem Winterschlaf erwacht. Der kleine Tümpel ist übersät mit Froschlaich, die Eier sind schon ein paar Tage alt und beginnen sich bereits zu entwickeln.

 

Bild 7:

Ruhepause der erschöpften Eltern

 

Bild 8:

Ein Eierpaket.

 

Bild 9:

Den Hauptteil der Gruppe habe ich verloren, als ich über die Froschmeute gestolpert bin. Es scheint sich aber auch kein anderer für die Natur zu interessieren. Alle anderen nehmen in aller Hast die langweilige Straße.

Erst beim Kreuz von Bereuters Neualpe treffe ich wieder auf die Mannschaft.

 

Bild 10:

Gottesackerwände

 

Bild 11:

Den Feuerstätterkopf haben wir nun halb umrundet und ganz in der Nähe müsste der Anstiegsweg abzweigen.

Blick Richtung Diedamskopf.

 

Bild 12:

Winterstaude

 

Bild 13:

Wir machen am kleinen Gipfelkreuz noch eine kurze Trinkpause. Dann müssen wir weglos zunächst leicht, dann immer steiler absteigen, da ein Abbruch uns den weiteren Weg versperrt.

 

Bild 14:

Irgendwo da oben befindet sich der Gipfel des Feuerstätterkopfes.

 

Bild 15:

Unterhalb des Wiesenhangs finden wir wieder Markierungen und gelangen so zum Sättele. Dort öffnet sich der Blick nach Osten und Norden.

Nagelfluhkette

 

Bild 16:

Über eine Flanke steigen wir nun ziemlich weglos hoch. Der Gratweg führt hauptsächlich durch bewaldetes Gelände, wird aber im weiteren Verlauf immer steiler und führt letztlich zu einem für mich fast unüberwindlichen Steilstück. So verlasse ich die Gruppe, die mutig den Gratweg weiter erobert, und kehre zurück zum Sättele, um den Gipfel im Norden zu umgehen und möglicherweise noch von Norden den Gipfel zu bewältigen. Einen etwaigen Gipfelverlust kann ich verschmerzen, da ich schon einmal oben gestanden bin.

Leider sind die Nordhänge, wie befürchtet, noch tief verschneit, so dass ein Vorankommen recht mühsam ist.

Nach der Gütlealpe und Burglhütte - den tiefsten Punkten - führt der Weg wieder hoch Richtung Feuerstätterkopf. Meine jetzt an einer südseitigen Flanke gelegene Aufstiegsroute ist schon fast schneefrei und somit wieder etwas leichter zu bewältigen. Ich beeile mich, um die große Truppe nicht zu verpassen.

Die noch tief verschneite Nordflanke des Feuerstätterkopfes, mit Gipfelkreuz.

 

Bild 17:

Zunächst ist noch unklar, wo die restliche Truppe geblieben ist. Ich befürchte schon, dass sie längst abgestiegen sind, da mein Gipfel-Umgehungsweg deutlich länger ausgefallen sein muss als das kurze Gratstück zum Gipfel. Dann aber höre ich Stimmen und sehe auch einige Gestalten am Gipfel hin- und herlaufen. Anscheinend gönnen sie sich am Gipfel eine ausgedehnte Rast.

Ich versuche, die Zeit zu nutzen und zu ihnen zu stoßen, indem ich dem Wegweiser zum Gipfel folge. Hier geht es zunächst durch dichten Wald, wo nur wenig Schnee liegt. Sobald ich aber aus dem Waldstück heraustrete, liegt der Schnee so tief, dass ich meine Bemühungen zum Gipfelanstieg enttäuscht abbrechen muss.

So bleibt nur übrig, ein trockenes Plätzchen zu suchen und in der wärmenden Sonne abzuwarten, bis der Wandertrupp die Bergflanke herunter kommt.

Und in der Tat. Nach einiger Zeit erscheinen die ersten mit sorgsamen Bewegungen in der steilen Flanke

 

Bild 18:

Die Schlüsselstelle wird mit den unterschiedlichsten Techniken überwunden.

 

Bild 19:

Der weitere Abstiegsweg ist ebenfalls nicht leicht zu finden, obwohl die Richtung natürlich vorgegeben ist. Wir gehen immer der Nase nach, wobei dies im Wald nicht immer ganz einfach ist, wenn die Wegspuren vom Schnee völlig verdeckt sind. Daher freuen wir uns, als wir den dichten Wald schlussendlich hinter uns gelassen haben.

 

Bild 20:

Immer wieder müssen wir Schneefelder queren, was im schweren Pappschnee gar nicht so einfach ist. Doch endlich sind wir wieder auf Wegspuren gestoßen, denen wir nun folgen.

Rückblick auf den Feuerstätterkopf.

 

Bild 21:

Ein letztes langes Schneefeld im jetzt recht schweren und nassen Schnee, dann sind wir an der Hochriesalpe angelangt.

 

Bild 22:

Gottesackerwände

Nun endlich queren wir wieder auf den Südhang und finden sofort eine völlig veränderte Situation wieder: Der Frühling hat uns wieder! Der Abstieg erfolgt über bereits grün werdende Wiesen nach Siebratsgfäll.