Muttjöchle

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Gebiet Montafon (Österreich)
Startpunkt Innerkristberg
höchster Punkt 2074 m
Gesamtanstieg ca. 700 Höhenmeter, 15 km
Gesamtstrecke 5:00 h
Anspruch einfach (T2, Bergwandern)
Datum 11.03.2007 (So.)
Route Innerkristberg Kirchliwald Mittagstein Muttjöchle (2074 m) Innerkristberg Silbertal

 

Saulakopf und Zimba

Bild 1:

An diesem sonnigen Sonntagmorgen ist das Bedürfnis der Menschen nach Betätigung im Freien so groß, dass wir bereits kurz nach der Autobahnabfahrt in einer Blechlawine feststecken. 30 Minuten vergehen, bis wir im Stopp und Go endlich wieder freie Fahrt bekommen. Das Silbertal ist eher abgeschieden und wir sind wie gewünscht nahezu alleine unterwegs.

Die ersten 550 Höhenmeter kürzen wir im Aufstieg ab und lassen uns von der Gondel nach Innerkirstberg und vom Vorfrühling der Täler in den tiefsten Winter hochtragen.

Blick nach Westen zu den prominenten Gipfeln von Saulakopf und Zimba.

 

tief verschneit

Bild 2:

Wir folgen einer Spur, ohne sicher zu sein, dass sie uns auf die richtige Fährte setzt.

Bald schon treffen wir auf die für uns wohl erwünschten Auswirkungen des schlechten Wetters der vergangenen Tage: tiefer Pulverschnee, der nur noch mit Schneeschuhen ohne allzu hohen Kraftaufwand zu bewältigen ist. Fußgänger haben hier keine Chance mehr.

Schnee-Stillleben

 

Anstieg durch den Kirchliwald

Bild 3:

Der Anstieg durch den Kirchliwald wird nun deutlich steiler.

 

Eisnadeln am Baum

Bild 4:

Die Bäume sind vom vergangenen Sturm und den Schneefällen mit einer dicken Schnee- und Eisschicht bedeckt.

An den Flechten und den Nadeln der Bäume haben sich zentimeterlange Eisnadeln abgeschieden.

 

Bild 5:

Bald haben wir den Anstieg durch den Wald bewältigt und betreten nun freieres Gelände, das nur noch von einzelnen Bäumen bestanden ist.

 

Lechquellengebirge mit der Gamsfreiheit

Bild 6:

Einer spurt, die anderen folgen!

Von einer Herbstwanderung kennen wir die Pausen-Stelle, von der aus wir einen ersten fantastischen Blick hinüber zum Lechquellengebirge und hinunter ins Klostertal haben.

Im Hintergrund die westlichen Ausläufer des Lechquellengebirges mit der Gamsfreiheit.

 

Wander- (Schneeschuh-)weg

Bild 7:

In dieser (östlichen) Richtung verläuft unser Weiterweg.

 

Blick nach Osten; vermutlich mit der Silbertaler Lobspitze

Bild 8:

Nach der Pause kehren wir wieder auf die verlassene Aufstiegsspur zurück und gehen jetzt etwas sanfter bergwärts.

Hier oben im freien Gelände sind die Auswirkungen des Sturmes noch deutlicher sichtbar. Auf der windabgewandten Seite hat sich eine dicke Schneeschicht aufgebaut.

Blick nach Osten; vermutlich mit der Silbertaler Lobspitze

 

Schlussanstieg zum Muttjöchle

Bild 9:

Nun haben wir die Baumgrenze überschritten und sehen unser heutiges Tagesziel vor uns liegen. Es wird auch klar, dass wir uns hier im Einzugsbereich eines Skigebietes befinden. Denn rund um den Gipfel ist eine breite Spur gewalzt, die auch von vielen Fußgängern, die sich von der Sonnenkopfbahn haben hochtragen lassen, genutzt wird. Dennoch hält sich der Rummel in Grenzen, die wir akzeptieren können.

 

Zimba und Saulakopf

Bild 10:

Blick zurück zu Zimba und Saulakopf.

Irgendwo in der bewaldeten Region links bringt die Golmer Bahn die Menschen hoch zum Golmer Joch.

 

Blick nach Süden zum Westrand des Verwall mit Mittagsjoch, Hochjoch, Zamangspitze und Kreuzjoch

Bild 11:

Blick nach Süden zum Westrand des Verwall mit Mittagsjoch, Hochjoch, Zamangspitze und Kreuzjoch, Namen, die wir von einer Sommerwanderung kennen.

 

Spullerschafberg

Bild 12:

Spullerschafberg

 

Rote Wand im Lechquellengebirge

Bild 13:

Rote Wand im Lechquellengebirge jenseits vom Klostertal.

 

Panoramabild: Lechquellengebirge

Bild 14:
Panoramabild: Lechquellengebirge zwischen Roter Wand und Spullerschafberg

 

Blick ins Klostertal

Bild 15:

Blick ins Klostertal.

 

Gipfelkreuz

Bild 16:

Die letzten Meter sind noch mal anstrengend, dann haben wir es geschafft und stehen am Gipfelkreuz.

 

Bild 17:

Nach gut 30 Minuten Rast am Gipfel ist es Zeit, an einen Aufbruch zu denken. Wir nehmen dazu unsere Aufstiegsroute, nicht ohne an geeigneten Stellen mit unseren fantastischen Untersätzen in den pulvrigen Tiefschnee auszuweichen.

 

Schneewehen

Bild 18:

Schneewehen

Die runden Formen schmeicheln dem Auge, das in den Tiefschneegebieten ansonsten wenig Abwechslung und Kontrast findet.

 

Abstiegsweg

Bild 19:

Der Hang wird im noch jungfräulichen Tiefschnee bewältigt, eine wahre Gaudi für Schneeschuhgänger. Ein paar Schneeschuhgänger reichen aus, um die bisher unberührte Schneelandschaft innerhalb weniger Minuten völlig zu zertrampeln.

Anfänger sind etwas zu vorsichtig, aber mit etwas Übung, Geschicklichkeit und Selbstvertrauen kann man fast wie ein Skifahrer die Hänge hinunter stieben.

 

verschneite Tannen

Bild 20:

 

Blick nach Westen mit dem Itonsberg

Bild 21:

Blick nach Westen mit dem Itonsberg und seinen Lawinenverbauungen.

 

Schneeschuh-Spuren

Bild 22:

Innerhalb von 15 min haben wir den Abstieg vom Gipfel bewältigt und mit den Schneeschuhen unseren Fingerabdruck im Schnee hinterlassen.

 

Schneeanhaftungen im Windschatten

Bild 23:

Schneeanhaftungen im Windschatten. Die Windrichtung ist klar erkennbar.

 

Muttjöchle

Bild 24:

Das Muttjöchle im Rückblick.

 

Blick nach Süden zum Hochjoch und Kreuzjoch

Bild 25:

Blick nach Süden zum Hochjoch und Kreuzjoch

 

Knappastuba

Bild 26:

Bei der Knappastuba nahe der Bergstation des Liftes haben wir die Winterlandschaft wieder hinter uns gelassen und die Schneeschuhe abgeschnallt.

 

Abstieg ins Silbertal mit Itonsberg

Bild 27:

Itonskopf

Die letzten 550 Höhenmeter bis zum schneefreien Parkplatz bewältigen wir diesmal zu Fuß.